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Was ist der Unterschied zwischen Sorgerecht und Umgangsrecht?

Das Sorgerecht betrifft die Verantwortung und Entscheidungsbefugnis für das Kind. Das Umgangsrecht betrifft den persönlichen Kontakt. Deshalb kann auch ein Elternteil ohne Sorgerecht ein Umgangsrecht haben.

Wie häufig darf ein Elternteil sein Kind sehen?

Das Gesetz gibt keinen festen Rhythmus vor. Die Regelung muss zum Alter, Alltag, Gesundheitszustand und zu den Bindungen des Kindes passen. Häufige Modelle sind Wochenendkontakte, Kontakte unter der Woche sowie eine Aufteilung von Ferien und Feiertagen.

Wer entscheidet über die Umgangsregelung?

Eltern können den Umgang einvernehmlich regeln. Unterstützen können das Jugendamt oder eine Beratungsstelle. Kommt keine tragfähige Einigung zustande, kann das Familiengericht Umfang und Ausgestaltung des Umgangs festlegen.

Darf ein Kind den Umgang ablehnen?

Der Kindeswille muss ernst genommen und altersgerecht berücksichtigt werden. Eine Ablehnung führt jedoch nicht automatisch zum Ausschluss des Umgangs. Es muss geklärt werden, warum das Kind den Kontakt ablehnt und welche Regelung seinem Wohl entspricht.

Kann das Umgangsrecht eingeschränkt oder ausgeschlossen werden?

Ja, wenn dies zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Ein längerfristiger oder dauerhafter Ausschluss setzt regelmäßig eine Kindeswohlgefährdung voraus. Als mildere Maßnahme kann beispielsweise begleiteter Umgang angeordnet werden.

Haben Großeltern oder andere Bezugspersonen ein Umgangsrecht?

Großeltern, Geschwister und enge Bezugspersonen können ein Umgangsrecht haben, wenn der Kontakt dem Wohl des Kindes dient. Entscheidend sind die tatsächliche Beziehung und die Bedeutung des Kontakts für das Kind.